Liebe Freunde!

 

Gerade in der Weihnachtszeit spielen Lichter eine wichtige Rolle. Auch während des restlichen Jahres ist es an uns Christen, Licht für die Welt zu sein. Nicht nur durch unser Leben und unsere Liebe werden wir zu solchen Lichtern, sondern auch durch das Aussprechen der Wahrheit – besonders dort, wo die Wahrheit verdeckt scheint.

 

Viele tausend Christen in Europa und auch außerhalb machen bei Europa für Christus! mit. Während der letzten zwei Jahre haben wir versucht, wichtige Themen in möglichst leicht verständlicher Sprache in unseren Europabriefen aufzuarbeiten. Diese Texte sind noch immer höchst aktuell und können im Archiv nachgelesen werden.

 

Nun möchten wir ermutigen, unsere christlichen Überzeugungen ins öffentliche Leben zu tragen. Das kann man zum Beispiel durch Leserbriefe, Briefe an Entscheidungsträger, Mitwirkung in Online-Foren und so weiter tun.

 

In den kommenden Monaten möchten wir durch unsere Europabriefe konkrete Hilfestellung für öffentliches Engagement anbieten. Als erstes Thema finden Sie im Folgenden einige Hinweise, wie man einen guten Leserbrief schreibt.

 

In einigen europäischen Ländern bedeutet Advent auch eine spürbare Verbannung christlicher Symbole. Krippen und Weihnachtsbäume dürfen mancherorts gar nicht aufgestellt werden. Darf man eigentlich noch Gesegnete Weihnachten wünschen? Wenn es bei Ihnen diskutiert wird, könnten Sie das Thema aufgreifen und einen Leserbrief dazu schreiben. Inhaltliche Anregungen zum Thema Christliche Symbolik finden Sie ebenfalls in unserem Archiv.

 

Gesegnete Weihnachten wünscht Ihnen

 

Ihr „Europa für Christus!“-Team

 

PS: Bitte nicht vergessen: Beten Sie täglich ein Vaterunser für ein von christlichen Werten getragenes Europa!

 

 

- * - * - * - * - * - * - * - * - * - * - * - * - * - * - * - * - * - * - * - * - * - * - * - * - * - * - * - * - * - * -

 

 

Der Leserbrief

 

Leserbriefe sind oft die meist gelesenen Artikel einer Zeitung. Sie sind ein schnelles und effizientes Mittel, um eine Meinung einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Man geht davon aus, dass ein Leserbrief für einen großen Teil der Bevölkerung spricht.

 

Leserbriefe können Probleme aufzeigen und manchmal auch viele Leser von einer Sache überzeugen. Sie können auch dazu dienen, Fakten zu korrigieren oder zu erklären, bestimmte Politiken zu unterstützen oder abzulehnen.

Leserbriefe erzielen ein starkes Ergebnis – für einen verhältnismäßig geringen Zeitaufwand.

 

Neben Leserbriefen ist es auch wichtig, Journalisten auf einer persönlichen Basis zu schreiben und ihnen entweder zu einem aus christlicher Sicht gelungenen Artikel zu gratulieren oder auf freundliche Art eine gegenteilige Meinung mitzuteilen oder auf offensichtliche Fehler hinzuweisen.

 

 

Wie man einen Leserbrief verfasst

 

Rasch reagieren!

Zeitungen veröffentlichen selten Leserbriefe zu Themen, die nicht mehr aktuell sind. Sich auf einen gerade erschienenen Beitrag zu beziehen, erhöht die Chancen der Veröffentlichung des Leserbriefs.

 

Kurz halten!

Sehen Sie sich andere Leserbriefe an, um eine passende Länge für die jeweilige Zeitung abzuschätzen. Wenn der Leserbrief zu lang ist, kürzt die Redaktion Teile weg, die sie für unwichtiger hält. Auch werden kürzere Leserbriefe eher gelesen als lange!

 

Klare Struktur verwenden!

Zuerst: Worauf man sich bezieht. Dann: Worin man übereinstimmt. Dann: Worin man abweicht und warum.

 

Genau sein!

Man sollte sich wenn möglich auf einen bestimmten Zeitungs- oder Leitartikel (mit Datum und Titel) beziehen und klar ausdrücken, worauf man abzielt: “Ich widerspreche Abgeordnetem Soundso in seiner Position in dieser oder jener Sache, weil…“

 

Fokussiert bleiben!

Die eigene Position so kurz und bündig wie möglich halten, ohne notwendige Details wegzulassen. Zu lange Sätze und Umschweifen lassen den Leser schnell das Interesse verlieren. Bei einem Punkt oder Thema bleiben!

 

Annehmbare Argumente verwenden!

Die Leserschaft beim Überlegen der Argumente immer vor Augen haben! Bei einem nicht-christlichen oder gemischten Publikum sollten keine Glaubensargumente sondern Vernunft- und Erfahrungswerte gebracht werden. Auch sollten schon dargelegte Sichtweisen nicht einfach wiederholt werden. Leser wollen kurze, einsichtige Gedanken und neue Perspektiven.

 

Einen ansprechenden Anfang wählen!

Ein interessanter Titel und erster Satz werden die Aufmerksamkeit von Lesern auf sich ziehen, die die Zeitung nur durchblättern.

 

Persönlicher Ansatzpunkt

Leser sind oft mehr an Themen interessiert, wenn diese ihr Leben und ihre Umgebung bewegen. Eine persönliche Note („Das betrifft mich insofern, als…“) verleiht zudem Glaubwürdigkeit.

 

Wenn möglich, humorvoll sein!

Wenn das Thema es erlaubt, ist Humor oder sogar Ironie von Vorteil. Was den Leser zum Schmunzeln bringt, erleichtert die Akzeptanz.

 

Nichts voraussetzen!

Gehen Sie nicht davon aus, dass die Leser über das Thema Bescheid wissen. Oft ist es gut, kurz eine Hintergrundinformation zu geben, bevor man zu seinen eigentlichen Argumenten kommt.

 

Ein christlich geprägter Stil

Sowohl der Schreibstil als auch der Inhalt sollten von christlichem Mitgefühl zeugen. Dabei sollte man immer Haltung wahren – man kann sehr wohl Entrüstung zum Ausdruck bringen, aber kontrolliert. Persönliche Angriffe vermeiden und stattdessen auf bestimmte politische oder gesellschaftliche Ideen eingehen!

 

Kontakt nicht vergessen

Fügen Sie immer Name, Adresse, Telefonnummer und Beruf am Ende Ihres Leserbriefes an. Zeitungen möchten hin und wieder sicher gehen, dass der Brief auch tatsächlich von Ihnen stammt. Die meisten Zeitungen veröffentlichen keine Leserbriefe, in denen diese Information fehlt. Gedruckt wird dann nur Name und Ort.

 

Den Leserbrief nur an eine Zeitung schicken!

Denselben Brief sollten Sie nicht an mehr als eine Zeitung einer Region schicken. Eine Vorlage für mehrere Zeitungen sollte immer wie ein Unikat aussehen und einzeln mit Anrede verschickt werden.

 

Vergessen Sie nicht auf die kleinen Zeitungen!

Die kleineren Lokalzeitungen drucken Ihren Leserbrief mit höherer Wahrscheinlichkeit ab. Das kann in der örtlichen Umgebung große Wirkung entfalten.

 

Den Brief als Kopie an Politiker schicken!

Zuständigen Politikern sollte der Leserbrief als Kopie (CC) geschickt werden. Die entsprechende Emailadresse kann oft sehr schnell gefunden werden, indem der Name und das @-Zeichen in eine Internetsuchmaschine eingegeben werden.